3 Kriterien sind bei einer Yoga-Matte zu beachten

Drei Kriterien: Mit seiner Yoga-Matte schafft sich der Yogi den Untergrund, auf dem er gerne üben möchte. Das Yoga-Training beginnt schon mit dem Ausbreiten der Matte. Das ist bereits der mentale Beginn.

Eigentlich müsste es heißen: Zeige mir Deine Matte und ich zeige Dir, was für ein Typ Du bist.

Allerdings ist das Angebot heute so riesig, dass die Wahl der idealen Matte längst nicht mehr möglich ist. Irgendwas ist immer.

Zunächst sind aber drei grundlegende Fragen zu beantworten: Größe, Dicke, Rutschfestigkeit.

 

Größe

Eine Yoga-Matte ist groß genug, wenn ich alle Übungen vollständig auf der Matte machen kann. In der Regel ist dies erreicht, wenn die Matte 10 bis 15 Zentimeter länger ist als ich selbst.

Für die größeren Zeitgenossen gibt es auch Modelle, die zugeschnitten werden können.

Auf der anderen Seite sollte eine Matte nie so groß werden, dass sie nicht mehr gewaschen werden kann. Je kleiner und dünner die Matte, umso eher kann sie in die Maschine.

 

Dicke

Wichtig für eine Yoga-Matte ist ebenso ihre Dämpfung. Sie sollte Stöße gut abfedern können und ich sollte nicht zu hart auf ihr liegen. Das Verharren in einer Yoga-Position sollte immer angenehm sein.

Was eine gute Dämpfung ist, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Eine gute Isolierung ist auch wichtig, um in der kalten Jahreszeit die Kälte vom Boden abzuhalten.

Auf jeden Fall sollte ich nicht mehr Dämpfung als nötig verwenden. Je dicker die Matte ist, umso schlechter lässt sie sich transportieren.

 

Rutschfestigkeit

Ich muss beim Yoga fest und stabil in den unterschiedlichsten Positionen auf Händen und Füßen stehen können. Dafür braucht es eine rutschfeste Matte. Rutschfest auf jeder Art von Untergrund. Die Rutschfestigkeit ist auch auf beiden Seiten nötig. Auf der Unterseite wie auf der Oberfläche. Eine Matte, die ständig verrutscht, bringt immer neue Positionen hervor, die nicht unbedingt Yoga-Positionen sind.

 

Die Materialien für eine Yoga-Matte

Traditionell wurde Yoga in Indien auf einem Yoga-Teppich geübt. Die Teppich-Idee hat sich bei der Yoga-Matte erhalten, nur wird die Ausführung immer spezieller und die Materialien immer ausgefallener.

Es gibt aber auch die Puristen, die in dem wirklich riesigen Yogamatten-Angebot nur Geldschneiderei sehen und einfach auf einer Matte üben, die sie kostenlos irgendwo auftreiben können.

Grundsätzlich wird heute zwischen zwei Materialien unterschieden: Schafwolle und Kunststoff.

Schafwolle
Die Woll-Matten sind von oben weich und warm, die Unterseite ist rutschhemmend. Wenn der Boden keinen Teppich hat, dann ist ihre dämpfende Polsterung besonders von Vorteil. Menschen mit Gelenkproblemen wissen dies zu schätzen. Die Woll-Matten fühlen sich natürlicher an, als Matten aus Kunststoff, sind dafür aber schwieriger sauber zu halten. Wo beim Kunststoff ein feuchtes Tuch oder ein Matten-Reiniger reicht, da muss die Woll-Matte in die Maschine. Veganer machen sich Gedanken darüber, ob die Wolle auch von glücklichen Schafen kommt.

Kunststoff
Matten aus Kunststoff sind rutschfest, nehmen wenig Platz weg und können leicht in der Waschmaschine gereinigt werden. Sie sind robust und günstig im Preis. Sie werden am häufigsten verwendet. Allerdings lehnen die Menschen, die sich für die wahren Yogi halten, die bösen Plastik-Matten ab.

 

Schadstoffe
Eventuelle Schadstoffe in der Yoga-Matte und in der Yoga-Kleidung sind ein großes Thema in der Yoga-Szene. Ob das Material natürlich abbaubar ist, ob es auch umweltfreundlich ist und unter fairen Bedingungen produziert wurde. Wurden auch keine anderen Lebewesen durch die Herstellung geschädigt? Ökologisch sollte sie sein. Es ist fast so, als ob ich die Welt retten könnte, wenn nur die Yoga-Matte perfekt ist. Die angestrebte spirituelle Reinheit wird auf ein Objekt übertragen.

 

Sonstige Kriterien

Wichtig ist auch, ob eine Matte formstabil und über viele Jahre haltbar ist. Dies weiß ich aber erst, wenn ich es selber ausprobiert habe. Ich kann auf Empfehlungen hören. Ob diese aber stimmen weiß ich erst, wenn es zu spät ist.

Transport
Wer nicht mit einer Yoga-Matte auf dem Rücken herumlaufen will, die tut die Matte in eine Tasche. Trotzdem wird er ein leichteres Modell zu schätzen wissen.

Farbe
Wer Yoga ausübt, verbringt viel Zeit auf seiner Matte, daher sollte diese eine angenehme Farbe aufweisen. Das Auge trainiert mit. Da es die Yoga-Matten in einer riesigen Farbauswahl gibt, hat der Yogi auch hier die Qual der Wahl, die richtige Farbe zu seinem Typ zu finden.

 

Akupressur-Matte

Die Yoga-Matte soll vor allem eines sein: angenehm. Es gibt aber eine spezielle Matten-Form, die soll das gar nicht sein. Ganz im Gegenteil.

Das Vorbild für diese Akupressur-Matte ist das Nagelbrett der Fakire. Die Akupressur-Matte ist gleichmäßig bestückt mit tausenden Plastik-Spitzen. Aus Schweden kommt diese Idee. Im Nachbarland Finnland wurde das Nordic Walking erfunden.

Beim Namen ist man sich nicht einig geworden. Die Akupressur-Matte trägt auch Namen wie: Spikamatte, Yantramatte, Nagelmatte, Nadelmatte, Nadelreizmatte, Massagematte, Akupunkturmatte, Shaktimatte, Pranamatte, Vitalmatte, Blumenfeldmatte.

Das Liegen auf der Matte ist hier die Übung. Ich entspanne in den Schmerz hinein. Das eigene Körpergewicht macht die Arbeit. Ich liege mit nacktem Rücken auf der Matte. Ich kann aber auch mit nackten Füßen auf ihr stehen und meine Fußreflexzonen so stimulieren. Es können aber auch andere Körperteile sein, die gerade eine besondere Behandlung brauchen. Dafür gibt es ein spezielles Akupressurkissen, das zur Matte in der Regel mitgeliefert wird.

Die Matte soll helfen, physische, mentale und emotionale Blockaden zu lösen. Es ist fast wie eine Akupunktur für den ganzen Körper. Ein piksendes und auch ein prickelndes Gefühl. Die Durchblutung des Körpers wird so angeregt. In den Körperteilen, die mit der Matte in Berührung kommen, breitet sich langsam eine wohlige Wärme aus. Muskelverspannungen werden gelöst. Das Gewebe wird geschmeidiger. Ganz natürlich und nebenwirkungsfrei. Irgendwann stellt sich aus das schöne Gefühl ein, dass der Schmerz nachlässt.

Yogaübungen kann ich auch auf der Matte machen.

 

Yoga-Matte Video

Im Video (Spieldauer 01:28 Minuten) gibt eine Frau auf Deutsch Tipps, wie eine Matte im Yoga-Training am besten verwendet wird. Welche Matten sich besonders eigenen. Zur Not reicht auch eine Gymnastikmatte.

 

Weitere Yoga-Matten Videos

 

Beim Kaufen zu beachten Das Video (Spieldauer 01:01 Minute) enthält nur Text und Musik. Es soll eine Hilfe beim Kauf einer neuen Matte sein. Welche Aspekte sollte ich beachten, wenn ich mir eine Matte kaufen will?: Y o g a m a t t e n. Diese 3 Dinge sind vor dem Kauf wichtig. – Videoclip ansehen auf Youtube

 

Rolltechnik Im Video (Spieldauer 02:21 Minuten) geht es darum, wie ich meine Matte richtig aufrolle. Denn es kann passieren, dass sie sich beim ausrollen von selbst wieder aufrollt. Wie kann ich das verhindern?: Wie ich meine Yoga M a t t e a u f r o l l e – Videoclip ansehen auf Youtube

 

Akupressurmatten Im Video (Spieldauer 05:39 Minuten) ist ein Bericht des ORF über Dornen- und Nadelmatten zu sehen. Was sind die Unterschiede zwischen den Matten. Wie funktionieren sie?: Team Pallesits, Stacheln im Fleisch, N a d e l r e i z m a t t e n . – Videoclip ansehen auf Youtube

 

 

Angebote bei Amazon

Im Buch „Selbstheilung mit der Akupressurmatte: Geheimtipp für Rücken- und Stressgeplagte“ Informationen zu Funktion, Wirkungsweise und Gebrauch der Matte. Das legen auf die Matte soll helfen, aus eigener Kraft wieder gesund zu werden. Sie ist ein besonders guter Ausgleich zur ständigen sitzenden Tätigkeit.

 

Mit Yoga Übungen heilen – Buchtipp: Yogalehrer werden häufig gefragt, welche Yogaübung bei welcher Beschwerde hilft. Dafür haben Yogalehrer die Yogatherapie entwickelt. Yoga-Positionen werden zu kleinen Übungsreihen zusammengstellt.: Yogatherapie und ganzheitliche Medizin: Vorbeugung und Heilung von Krankheiten. Buch. – ansehen bei Amazon

 

 

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