Wie du mit einem Yoga Kopfstand deinen Körper neu startest

Der Yoga Kopfstand ist die radikalste Umkehrstellung. Wenn der Körper auf den Kopf gestellt ist, dann ist ein ganzes System auf den Kopf gestellt. Alles was sonst nach oben gepumpt werden muss fließt nun nach unten.

Die ganze Welt stellt sich hierdurch auf den Kopf. Es ist ein symbolischer Neuanfang. Die gewohnten Bewegungen und Denkmuster sortieren sich neu.

Der Yogi sollte in den Kopfstand hinein entspannen. So kann er die Dauer von 30 Sekunden auf 30 Minuten und mehr steigern. Der Kopfstand in Vollendung kann leicht gehalten werden. Dazu braucht es fast keine Muskelanspannung mehr.

 

Das Video (Dauer 05:49 Minuten) gibt im Folgenden Tipps, wie ich einfach und sicher in den Kopfstand komme.

 

Der König

Der Kopfstand ist zu einem Symbol für die Yoga-Fähigkeiten geworden. Denn es braucht viel Übung, um ihn zu beherrschen. Andererseits ist er nicht nur etwas für Auserwählte, (fast) jeder kann ihn lernen.

Der Yoga Kopfstand trägt auch den Titel: König der Asanas. Er ist die Königsdisziplin. Das bezieht sich einerseits auf die akrobatische Herausforderung und andererseits auf seine positive Wirkung.

Er soll verjüngend wirken. Der Alterungsprozess soll mit ihm aufgehalten werden.

Andererseits verzichten einige Yoga-Richtungen ganz auf den Kopfstand. Die Verletzungsgefahr ist einfach zu hoch und so unersetzlich ist er nun auch wieder nicht.

 

Die Wirkung vom Yoga Kopfstand

Der Yoga Kopfstand ist ein Ausgleich für die Belastungen im aufrechten Gang. Der aufrechte Gang lastet auf der Wirbelsäule, der Kreislauf arbeitet gegen die Schwerkraft, die inneren Organe drücken nach unten.

Zunächst einmal müssen für den Yoga Kopfstand so ziemlich alle Muskeln gestärkt werden. Besonders die Muskeln in Nacken, Schultern, rund um die Wirbelsäule, Arme und Bauch. Ohne diesen Muskelaufbau geht gar nichts. Der Körper wird dafür völlig neu geformt.

Die Muskeln müssen in der Lage sein, das Gleichgewicht in einer ungewohnten Situation zu halten. Die müssen ihre feine Koordination neu aufbauen.

Blut schießt in die Kopfhaut. Das soll Haarausfall vermindern und Faltenbildung. Blut schießt in das Gehirn und die Sinnesorgane, was die Gehirnfunktion verbessern soll, von höherem Konzentrationsvermögen bis zu einem besseren Gedächtnis. Das ist auch der Grund, weshalb viele diese Asana zur Verjüngung praktizieren.

Der Yoga Kopfstand soll auch gut sein gegen Krampfadern, weil die Venenklappen mit den Beinen in der Luft ausruhen können.

Er stimuliert den Hormonhaushalt in Zirbeldrüse, Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse.

Von den Chakras sind besonders aktiviert das Stirn-Chakra (Ajna Chakra) und das Kronen-Chakra (Sahasrara Chakra).

Der Yoga Kopfstand soll außerdem helfen bei Beschwerden wie Nierenkoliken, Verdauungsproblemen, Magensenkung, nervösem Asthma, Taubsein, Zuckerkrankheit, Hämorrhoiden, Eiterfluß, Epilepsie und vielem mehr.

 

König der Asanas oder Killer für die Halswirbel?

Der Yoga Kopfstand sollten Menschen nicht praktizieren, die hohen Bluthochdruck haben, Schäden an der Halswirbelsäule, Augenkrankheiten und natürlich auch nicht in der Schwangerschaft.

Wenn der Nacken nicht richtig trainiert oder die Haltung schief ist, kann es zu dauerhaften Schäden kommen. Denn für dieses Gewicht ist die Halswirbelsäule nicht gemacht. Sie trägt normalerweise nur den Kopf.

Diese Übung wird auch als Medizin in Form von Yoga bezeichnet. Es braucht aber schon eine gute Gesundheit, um von den gesundheitlichen Wirkungen des Kopfstandes profitieren zu können.

 

Yoga Kopfstand setzt viele andere Übungen voraus

Als alternative Übungen zum Yoga Kopfstand eignen sich besonders der Schulterstand und der Unterarmstand. Die sind aber beide auch akrobatisch sehr anspruchsvoll.

 

Yoga Kopfstand trägt auch deshalb den Namen König der Asanas, weil man viele Asanas beherrschen muss, bis man mit dem Kopfstand anfangen kann.

Um die nötige Kraft zu bekommen eigenen sich Vorübungen wie Delfin oder Hase.

Als Übungen für Gleichgewicht und Koordination eignen sich Vorübungen wie Tänzer oder Baum.

Die grundlegende Haltungsschulung kann in der Berghaltung erfolgen.

Als Vorübung für die Belastung von Schädeldecke und Hals, sowie für die geänderte Blutzufuhr zum Gehirn kann der Clown geübt werden.

Als Übung direkt vor und nach dem Yoga Kopfstand eignet sich die Stellung des Kindes.

 

Wie den Yoga Kopfstand üben

Für den Yoga Kopfstand gibt es verschiedene Varianten, was die Platzierung des Kopfes und die Haltung der Hände betrifft. Da kann jeder für sich die Variante herausfinden, die für ihn am geeignetsten ist.

Die wichtigste Lektion beim Yoga Kopfstand ist es, dass so wenig Gewicht wie möglich auf dem Kopf liegen sollte.

Es heißt zwar Kopf-Stand, aber während die Füße beim Stehen das ganze Gewicht tragen, sollte beim Kopfstand so wenige als möglich Gewicht auf dem Kopf liegen. Im Idealfall ist der Kopf sogar leicht vom Boden abgehoben.

Das Gewicht liegt auf den Unterarmen und die Kraft kommt aus den Schultern. Darum braucht es gut trainierte Muskeln in Nacken, Schultern und Rücken. Auch um die Balance gut halten zu können und so wenig als möglich ausgleichen zu müssen.

Der erste Kopfstand sollte ein einbeiniger Kopfstand sein. Ein Bein bleibt immer am Boden.

Dann erfolgt ein Kopfstand mit den Rücken zu einer Wand. Das ist besonders dann wichtig, wenn es noch schwer fällt die Balance zu halten. Dann können die Füße zur Not Kontakt zur Wand aufnehmen.

Der Kopfstand an der Wand ist aber auch problematisch. Von der Wand geht eine „Anziehungskraft“ aus. Dann lieber die Möglichkeit schaffen, nach allen Seiten umfallen zu können.

Fallen ist gar nicht so schlimm. Mit der Wand als Sicherheit kann ich schlecht das notwendige Gleichgewichtsgefühl ausbilden. Ich muss die Balance in meinem Körper suchen und nicht an einer Wand. Da bringt eine Fallschule auf Dauer mehr.

Die ersten Male wäre es besonders hilfreich, sich auf einen haltenden Partner verlassen zu können. Am besten einen Yoga-Lehrer, der auch noch die Haltung korrigieren kann.

Wenn der Kopfstand einigermaßen funktioniert, kann ich darauf achten, durch die Nase zu atmen. Es beginnt der lange Weg der Feinarbeit.

 

Kopfstandhocker

Für den Yoga Kopfstand gibt es ein spezielles Hilfsmittel: den Kopfstandhocker

In diesem Hocker hängt der Kopf frei in der Luft. Das ganze Gewicht verlagert sich auf die Schultern.

Das ist sicherer für den Nacken und der Kopfstand wird insgesamt entspannter.

So kann die Position auch ohne Bedenken länger gehalten werden.

 

Das Video (Dauer 06:07 Minuten) zeigt im Folgenden 8 ganz unterschiedliche Übungen für den Kopfstandhocker.

 

Salamba Shirshasana

Im Sanskrit heißt der Yoga Kopfstand: Shirshasana oder Kapalasana.

„Sirsha“ oder „Kapala“ bedeutet „Kopf“ und „Asana“ bedeutet „Haltung“.

Genau genommen heißt es Salamba Shirshasana. „Salamba“ bedeutet „gestützt“. „Salamba Shirshasana“ ist also ein „Gestützter Kopfstand“.

 

 

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