Yoga Drehsitz – mit einer Übung jeden Rückenwirbel aktivieren

Der Yoga Drehsitz ist Spiraldynamik in Aktion.

Mit dem Spiralprinzip werden die Bewegungsabläufe natürlicher. Mechanische, lineare Bewegungen löse ich dann ab durch dreidimensionale, spiralförmige Bewegungen.

Wenn ich den Körper spiralförmig bewege, dann bewege ich den ganzen Körper. Es ist nicht so, wie es im Training häufig vorkommt, dass die schon gut trainierten Bereiche noch mehr trainiert werden, während die unbeweglichen vernachlässigt werden. Vernachlässigte Bereiche gibt es nicht mehr.

Eigentlich haben wird diese Spiralbewegungen als Kinder alle gekonnt. Wir haben sie aber immer mehr verlernt, je mehr wir uns wie die Erwachsenen bewegten.

 

Das Video (Dauer 03:19 Minuten) geht im Folgenden darauf ein, worauf ich achten sollte, wenn ich den Yoga Drehsitz einnehme.

 

Der Yoga Drehsitz und seine Wirkungen

Den Yoga Drehsitz kann ich vergleichen mit dem auswringen eines Handtuchs. Das Handtuch ist danach gedehnter und sauberer, der Körper ist es auch.

Der Mittelpunkt dieser Übung, um den sich alles dreht, ist die Wirbelsäule. Hier wirklich eine Achse des Lebens.

 

Der Rücken wird innerlich und äußerlich aufgerichtet. Die Wirbel bewegen sich subtil in alle Richtungen. Das hält die Wirbelsäule beweglich. Die gesamte Rückenmuskulatur ist dann gedehnt und ist dann dadurch auch flexibler. Die Körperhaltung verbessert sich. Verkürzungen in Muskeln, Sehnen und Bändern verhindere ich somit oder mache sie dann sogar rückgängig. Diese Verkürzungen entstehen durch zu wenig Bewegung.

Es lösen sich schliesslich Verkrampfungen in Nacken, Schultern, Hüfte und Gesäß.

 

Die Bauchorgane (Magen, Milz, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm, Leber, Gallenblase) bekommen eine tiefe Massage und ich rege sie somit an. Der Druck auf den Darm aktiviert die Verdauung. Es regt auch die Produktion der Nieren an. Somit führe ich auch die Gifte schneller ab. Der Yoga Drehsitz wird gerne geübt, um eine Entgiftung zu unterstützten.

 

Der Yoga Drehsitz gehört auch zu den energetisch wirkungsvollsten Übungen, weil ich durch ihn das Sonnengeflecht (Solarplexus) aktiviere. Ich öffne die Sushumna (feinstoffliche Wirbelsäule) und die Energie steigt dann nach oben. Diese Asana „lässt Kundalini steigen“.
Ich aktiviere einerseits das unterste Chakra (Wurzelchakra), andererseits das oberste Chakra (Kronenchakra) und zudem das Dritte Auge (Stirnchakra).

 

Das Video (Dauer 06:56 Minuten) zeigt im Folgenden, wie ich den halben Yoga Drehsitz einnehmen kann.

 

Wie den Yoga Drehsitz üben

Der Yoga Drehsitz ist eine Verwringung des Oberkörpers gegen das Becken.

Die Drehung erfolgt um die Körpermitte herum. Dabei schraube ich die Wirbelsäule nach oben.

Zuerst drehe ich links herum. Danach dann rechts herum.

 

Die Drehung erfolgt dabei nach folgendem Muster:

 

Sitzen

Ich sitze aufrecht auf dem Boden, die Beine sind nach vorn ausgestreckt.

 

Den linken Fuß rechts positionieren

Den linken Fuß nimmt man nach hinten. Ich stelle ihn rechts neben das rechte Bein. Der Fuß sollte dabei möglichst nahe an den Beckenboden kommen. Das Knie zeigt dann nach oben.

 

Rechte Hand fasst linkes Knie

Die rechte Hand hält das linke Knie und zieht es etwas zum Körper hin. Rechte Hand und linkes Knie bleiben in dieser Position.

 

Das rechte Bein kommt links neben den Körper

(Der komplette Yoga Drehsitz ist sehr schwierig. Darum übt man meist nur den halben Drehsitz, bei dem das eine Bein ausgestreckt auf dem Boden bleibt. Wenn ich jedoch nur den halben Drehsitz übe, dann kann ich diesen Punkt überspringen.)

Das rechte Bein bleibt auf dem Boden. Durch anwinkeln kommt es an die linke Hüfte. Es bleibt in dieser Position.

 

Linke Hand kommt nach hinten

Die linke Hand fasst auf den Boden links hinter die Wirbelsäule. Sie bleibt in dieser Position.

 

Die immer tiefere Dehnung

Nun dreht sich der Oberkörper Stück für Stück nach links. Die Schultern bleiben in einer Linie und auf gleicher Höhe. Der Hals dreht sich nicht eigenständig, er ist eine Verlängerung der Wirbelsäule.

Die Drehung wird zugelassen, ich zwinge mich nicht in sie hinein. Das Ziel ist Leichtigkeit und Loslassen. Es geht nicht darum, mit der Drehung möglichst weit zu kommen.

Die Hände und Arme sollten nicht zu Unterstützung der Drehung eingesetzt werden. Dabei kann ich mich schnell überdehnen. Die Drehung sollte von innen kommen.

 

Verweilen und die Übung zur anderen Seite

Dann ein paar Atemzüge in der Endposition verharren. Anschließend zurück zur Mitte kommen. Nachspüren. Dann die Übung zur anderen Seite wiederholen.

Bei regelmäßigem Üben wird der Körper immer flexibler und die Drehung immer leichter und weiter.

 

Der Yoga Drehsitz wird auch gerne als Einzelübung für sich geübt, als Entspannungsübung im Alltag zwischendurch.

 

Der indische Name

Den Yoga Drehsitz nennt man  im Sanskrit (altindische Sprache): Ardha Matsyendrasana

Ardha = halb

Matsyendra = Der Name des mythischen Begründers des Hatha-Yoga und Herrn der Fische.

Asana = Haltung

Übersetzt in etwas „halbe Herr der Fische Pose“.

 

 

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