Shavasana verdoppelt die Wirkung der anderen Yoga Übungen

Das Wort Shavasana besteht aus zwei Begriffen. Shava bedeutet „toter Körper“. Asana bedeutet „Sitz, Haltung“.

Diese Position wird übersetzt mit Totenstellung. Aber auch Todesstellung, Totenhaltung, Totenposition, Totenstille oder Leichenhaltung.

Etwas weniger morbide sind Bezeichnungen wie Rückenlage, Ruhestellung, Ruhehaltung oder Entspannungslage.

 

Das Video (Dauer 11:29 Minuten) leitet im Folgenden eine Shavasana an.

 

Diese Übung simuliert den eigenen Tod. Der Übende lässt sich in eine völlige Entspannung fallen. Er lässt alle Aktivitäten los. Um am Ende wie neugeboren wieder daraus zu erwachen. Dann mit neuer Kraft aufzusteigen. Wie der Phoenix aus der Asche

Einige Yogi überspringen diese Übung einfach. Sie wollen sich bewegen und nicht still herumliegen. Dabei werden mit Shavasana alle anderen Übungen im Yoga erst so richtig wirkungsvoll.

 

Wo wird Shavasana überall angewendet

 

Als Tiefenentspannung nach der Yoga Stunde

Shavasana ist die letzte Asana in einer Yoga-Stunde. Ohne diese Übung ist die Stunde nicht vollständig.

In den vorher geübten Asanas wurden Muskeln und Sehnen angespannt und gedehnt. Jetzt können sie wieder entspannen.

Die durch die Übungen aktivierte Energie wird harmonisiert und gespeichert. Sonst ginge diese Energie wieder verloren oder würde falsch kanalisiert.

 

Als Tiefenentspannung vor der Yoga Stunde

Viele Stunden im Yoga beginnen in der Rückenlage. Das Ziel ist ein Ankommen im hier und jetzt. Den Tag lasse ich los. Körper und Geist kommen zur Ruhe. Es ist eine optimale Entspannung in die Tiefe vor den folgenden Übungen.

 

Zwischen den Yoga Übungen

Shavasana wird aber auch gerne zwischen den einzelnen Übungen im Yoga praktiziert. In diesen kurzen Pausen der Entspannung wird Energie getankt für die nächsten Übungen.

 

Als Ersatz für Yoga Übungen

Wenn der Platz fehlt für Yoga Übungen oder sich der Übende nicht fit genug fühlt, um Asanas zu üben, dann kann Shavasana diese Lücke füllen.

 

Entspannung außerhalb von Yoga

Als Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Nach geistiger oder körperlicher Anstrengung durch Arbeit oder Sport, führt diese bewusste Pause dazu, dass sich die Energie wie von selbst wieder zurück meldet.

 

Yoga Nidra – Schlaf der Yogi

Shavasana ist auch die Haltung des Körpers, in der ich normalerweise Yoga Nidra praktiziere. Den Schlaf der Yogis. Im Grunde ist Shavasana eine Art Vorstufe von Yoga Nidra. Im Yoga Nidra geht es letztlich aber um eine geführte Meditation.

Yoga Nidra – Yogi Meditation zwischen Schlaf und wach sein

 

Pratyahara – eine Stufe der Meditation

Manche Yogi sehen im Shavasana keine Stellung im Yoga sondern Pratyahara.

Pratyahara ist die dabei fünfte Stufe im Raja Yoga. Das Rückziehen aller Sinne. Eine Stufe auf dem Weg zur totalen Meditation. Bis dann zur Erleuchtung.

Raja Yoga – Meditation bis zur Erleuchtung

 

Wie praktiziere ich Shavasana

Shavasana beruht auf dem Prinzip, dass Entspannung nicht von selbst kommt. Sondern es ist ein Prozess. Ein Prozess den ich herbei führen muss. Ganz systematisch und darum auch geduldig.

Es ist schon schwer, den Körper zur Ruhe zu bringen. Beim Geist ist es dann noch viel schwerer. Die Gedanken tanzen trotzdem im Kopf immer weiter.

Der Übende liegt bewegungslos mit geschlossenen Augen auf dem Rücken. In einer neutralen Position. Er horcht in sich hinein. Der Geist bleibt dabei wachsam.

Er liegt dabei auf dem Boden. Auf einer Matte oder Decke. Nicht im Bett oder auf dem Sofa. Alternativ ist auch die Bauchlage möglich. Ebenso die Seitenlage, beispielsweise bei Schwangeren.

Er tut nichts, er lässt geschehen. Es beginnt dann das absolute Nichtstun. Einfach nur Loslassen.

Der Übende kann sich auch auf etwas konzentrieren. Beispielsweise auf den Strom des Atems.

Die Spannungen in den Gliedmaßen lösen sich dann nach und nach. Dabei helfen zudem Autosuggestion und Visualisierung.

Die Aufmerksamkeit der Sinne zieht sich zurück. Es ist eine Reise in das innere Universum.

Zum Schluss beginnt dann das Recken und das Strecken. Die Augen öffnen sich überdies wieder.

Eine Shavasana Übung dauert maximal 10 bis 15 Minuten. Wenn sie jedoch zu lange dauert, kann es passieren, dass die Konzentration nachlässt und der Übende einschläft.

 

Shavasana Wirkung

Shavasana ist eine Tiefenentspannung. Sie löst dann Verspannungen in Körper und Geist. Alle positiven Wirkungen kommen von daher.

 

– Abbau von Stresshormonen.

– Der Kreislauf kommt zur Ruhe. Der Bluthochdruck senkt sich. Der Puls fährt herunter.

– Die Muskeln entspannen sich dazu.

– Schmerzen im Kopf und Migräne gehen dann zurück.

– Störungen im Schlaf und chronische Müdigkeit gehen zurück.

– Andererseits ist es auch eine Stärkung des Immunsystems.

– Zudem kommt es zu einer Ausschüttung von Glückshormonen.

 

Die wahre Shavasana Wirkung liegt aber darin, die Wirkung der anderen Asanas dann zu verstärken.

 

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