Yogatherapie – gegen jedes Leiden gibt es Yoga-Übungen

In der Yogatherapie werden Übungen aus dem Yoga zu Heilübungen.

Die ursprüngliche Idee von Yoga war, fit zu werden. So fit, dass die oft stundenlange Meditation ohne Probleme durchgehalten werden kann. Esoterik und Meditation interessieren aber heute viele Yogi und Yogini nicht mehr. Yoga wird von ihnen nur noch als Übung für die Fitness betrachtet.

Die Yogatherapie geht einen Schritt weiter. Der Unterricht in Yoga soll nicht nur der Fitness gut tun. Die Übungen in Yoga sollen helfen, Krankheiten zu therapieren.

Dieses Heilyoga ist kein eigener Stil im Yoga. Es nimmt sich aus den Stilen Übungen heraus. Die im speziellen Fall am besten die Gesundheit fördern.

Im Grunde ist es eine Behandlung von Schmerzen. Wenn es irgendwo zwickt, dann muss ich dagegen Übungen finden.

Es gibt auch noch andere Namen dafür. Bspw. Heilyoga, Heilkunst Yoga, Medical Yoga, individuelles Yoga, persönliches Yoga.

 

Yogatherapie Video

Im Video (Dauer 10:36 Minuten) demonstriert im Folgenden der Yogatherapeut Remo Rittiner sein Vorgehen an drei Patientinnen. Es sind kurze Ausschnitte aus seiner Therapie. Bereits mit einfachen Übungen können Erfolge in der Behandlung erzielt werden.

 

Die Übungen bringen Selbstwirksamkeit

Ein Ziel der Yogatherapie ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

Psychologen sprechen von Selbstwirksamkeit (self-efficacy beliefs). Das Selbstvertrauen, aktiv etwas zur eigenen Gesundung beitragen zu können. Nicht nur passiv die Therapie des Arztes über sich ergehen zu lassen.

Der Glaube daran stärkt bereits die Kräfte der Selbstheilung. Es ist zudem Motivation zum Üben.

 

Wie wirken die Übungen im Yoga in der Yogatherapie

Das erste Ziel der Yogatherapie ist es, die Kräfte der Selbstheilung zu aktivieren. Als eine innere Chemie-Fabrik, bei der es keine Nebenwirkungen gibt.

In der Yoga-Therapie steht der Mensch mit seinen Ressourcen im Mittelpunkt.

Der ganzheitliche Ansatz des Yoga bleibt immer erhalten. Das gleichzeitige Wirken auf erstens den Körper, zweitens den Geist und drittens die Seele.

Alle Übungen werden zudem meditativ ausgeführt. Immer begleitet von Techniken der Atmung (Pranayama). So löst sich dann der Stress in Entspannung auf.

Das ist bereits ein gutes Mittel gegen die durch Stress bedingten Erkrankungen. Wie Kopfschmerzen oder Störungen beim Schlaf. Ebenso bei chronischen Schmerzen. Je besser die Stimmung umso leichter ist schliesslich die Genesung zu haben.

Bei der Yogatherapie kommt es aber auch auf spezielle Wirkungen an. Die durch spezielle Haltungen im Yoga entstehen.

Je nach Haltung des Körpers fließt die Energie durch andere Kanäle.

Jede Figur hat ihre eigene orthopädische Wirkung.

Sie korrigiert wie von selbst falsche Haltungen. Durch Dehnungen erweitert sich der Spielraum für die Bewegung.

 

Aus Lehrern werden Therapeuten

Die Yogatherapie ist eine Hilfe für Yogalehrer. Welche bisher den Wünschen ihrer Schüler nach Therapie hilflos gegenüber standen.

Die Yogatherapie bleibt trotzdem immer nur eine Ergänzung zu anderen Formen der Behandlung. Sie ist mit allen anderen Formen der Therapie kompatibel. Sie passt zu allem.

Mit der Yogatherapie wird es möglich, in Einzelsitzungen die Beschwerden der Schüler zu analysieren. Dann Übungen dagegen zu finden. Dabei wird weniger von Anamnese oder Diagnose gesprochen. Es ist mehr die Rede von Coaching.

Es wird ein individueller Plan für die Übungen erarbeitet. Dabei wähle ich genau aus. Welche Übungen (Asanas) erstens helfen. Übungen welche zweitens nutzlos sind. Ausserdem welche drittens sogar schaden können. Was hilft. Hilft nicht.

Die Übungen sollen überdies nicht nur wirken. Sie sollen auch leicht zu lernen sein. Zudem sollten sich auch Spass beim Üben bringen.

Nach dem ersten Coaching braucht es eine Rückmeldung vom Klienten. Wie war einerseits die Wirkung? Wo gab es andererseits Probleme? Es gibt beispielsweise nicht die eine Übung gegen Schmerzen im Rücken. Viele Wege führen nach Rom. Jeder Körper reagiert schliesslich anders.

Die Übungen werden dann noch einmal angeglichen. Das kann dann mehr helfen. Auch die Reihenfolge der Übungen ist dabei wichtig. Was folgt auf was?

In Kliniken und Zentren für Rehabilitation wird auch in kleinen Gruppen geübt. Wenn denn alle die gleiche Kondition haben. Gleich fit sind. Zudem auch alle die gleiche Krankheit. Gleich krank sind.

 

Yogatherapie Links

* Deutsche Gesellschaft für Yoga Therapie. In der DeGYT können Lehrer bzw. Therapeuthen Mitglied werden. So soll sich dann ein Netzwerk bilden. Ziel dabei ist eine bessere Ausbildung. Auch mehr Anerkennung.: www.degyt.de

* Yoga Therapie Portal von Yoga Vidya. Eine Liste von Therapeuten. Obendrein viele neue Seminare. Videos mit Übungen.: www.yoga-vidya.de/ y o g a t h e r a p i e

* Yoga Therapie Konferenz. Die 2. Yoga Therapie Konferenz im Mai 2017. Ausgerichtet in Rosenheim. Dabei Erfahungen sammeln bei Vorträgen und Workshops. Eine Übersicht der Verbindung von Yoga, westlicher Medizin und Psychologie.: www.yoga-therapie-konferenz.de

 

 

Yogatherapie Programme – Buch: Im ersten Kapitel werden die Grundlagen erklärt. Im zweiten Kapitel werden Übungen gegen falsche Haltungen in Fuß, Knie und Hüfte vorgestellt. Auch in Becken, Rücken und Schultern. Im dritten Kapitel werden Übungen gegen chronische Beschwerden demonstriert. Dazu gehören Asthma, hoher Blutdruck, gestörte Verdauung oder Stress.: Das große Yoga-Therapiebuch. Yogapraxis für die Gesundheit und einen klaren Geist. Buch. – ansehen bei Amazon

 

45 Yoga Finger - Karten-Box: Mit den Mudras kann ich Yoga-Übungen vertiefen und sogar ersetzen. Die Handhaltungen schließen unterschiedliche Energiekreise. Welche Finger-Yoga Übungen gegen welche Beschwerden helfen.: Mudras - Yoga für die Hände: Heilende Übungen für Körper und Seele. 45 Karten plus Begleitbuch. – ansehen bei Amazon

 

 

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