Yoga Nidra – Yogi Meditation zwischen Schlaf und wach sein

Yoga steht für Bewusstheit und Nidra für Schlaf. Im Yoga Nidra sind diese beiden Gegensätze miteinander vereint.

Yoga Nidra nennt sich auch der „Schlaf der Yogis“, der „psychische Schlaf“, der „bewusste Schlaf“, der „dynamische Schlaf“ oder auch der „schlaflose Schlaf“.

Es ist eine Bewusstseinsstufe, in welcher Körper als auch Geist in einen tiefen meditativen Zustand kommen. Es ist darum ein entspannter Zustand zwischen wach sein und schlafen.

Diese Übung ist einfach und für Jedermann auszuführen. Unabhängig von Alter oder Kultur. Yoga Vorkenntnisse oder eine besondere Vorbereitung braucht es dazu nicht.

Seine Wurzeln hat Yoga Nidra in einer alten tantrischen Tradition. Es ist infolgedessen eine Vereinfachung der sehr komplexen und umfangreichen tantrischen Übung „Nyasa“.

 

Das Video (Spieldauer 41:42 Minuten) zeigt beispielsweise die Führung durch eine 40-minütige Minuten tiefgreifende Entspannung.

 

Die Vorteile von Yoga Nidra

Mit Yoga Nidra regenerieren sich Körper, Geist und Seele auf einfache Weise. Die Selbstheilungskräfte sind aktiviert was schließlich die Heilungsprozesse unterstützt. Es sorgt für neue Energie und beugt überdies einer Erschöpfung vor.

Es braucht keine Yoga-Vorkenntnisse. Obwohl es eine klassische Yogaübung ist, braucht es dazu keine anstrengende Sitzhaltung und auch keine Verrenkungen. Auf dem Rücken liegend bewegt sich nicht der Körper sondern nur der Geist.

Die Übung sorgt für die Entspannung, mit der ein gesunder Schlaf überhaupt erst möglich wird. In den normalen Schlaf werden die (Ver-)Spannungen des Alltags mitgenommen. Wenn wir jedoch mit Yoga Nidra regelmäßig unseren Stress abbauen, werden wir besser einschlafen und einen sehr viel erholsameren Schlaf genießen können. Eine systematische Methode führt das Entspannen und das Loslassen herbei. Es ist eine Tiefenentspannung über das Unterbewusstsein. Es werden festsitzende Verspannungen in Geist und Körper aufgelöst. Darum spricht man bei Yoga Nidra auch von einem Heilschlaf.

Ein wichtiger Teil davon ist, sich so zu akzeptieren wie man ist. Yoga Nidra lehrt uns nicht, wie wir uns verändern sollen. Sondern wie wir uns annehmen. Dieses Yoga soll uns nicht woanders hin führen. Es soll uns selbst näher bringen. Unser innerstes Wesen, das, was wir wirklich sind, braucht keine Anstrengung und keine Transformation. Deshalb einfach nur loslassen. Den „Loslassmuskel aktivieren“.

 

Schlafen und wach sein

Die Übung ist ein Schlafen bei wachem Bewusstsein. Das Bewusstsein folgt den einzelnen Übungsschritten. Die Gedanken sind nicht in Vergangenheit oder Zukunft. Sie sind im Hier und Jetzt. Der Geist verbindet sich mit dem Körper. Die Wahrnehmung dehnt sich inzwischen in jeden Teil des Körpers aus. Das wiederum aktiviert die Nerven in diesen Bereichen.

Die Übung ist eine tantrische Meditation. Eine meditative Tiefenentspannung. Es entsteht die tiefst mögliche Entspannung.

Yoga Nidra wird gerne eingesetzt, um die täglichen Yogaübungen obendrein noch effektiver zu machen. Darum werden Yogasessionen gerne damit beendet. Es hilft außerdem dabei, die Energie, die bei den Yogaübungen freigesetzt wird, zu bewahren und zu nutzen.

 

Die Yoga Nidra Übung

Die Praxis im Yoga Nidra ist beinahe enttäuschend simpel. Der Yogi begibt sich in die Rolle eines Beobachters und folgt völlig gelassen den Anweisungen des Lehrers.

Eine Übung dauert in der Regel zwischen 15 bis 30 Minuten. Sie soll trotzdem so erholsam sein wie über 2 Stunden herkömmlichen Tiefschlaf.

Der Übende liegt dabei. An einem ruhigen, ungestörten Ort. Geschützt von einer Decke.

Die Übung wird üblicherweise in Shavasana ausgeführt (auf dem Rücken liegend). Sie kann zur Not aber auch im Sitzen ausgeführt werden. Wenn es beispielsweise im Büro keine Möglichkeit zum Liegen gibt.

Yoga Nidra ist eine geführte Meditation. Entweder kommt die Stimme live von einer Person oder von einer CD (oder von einem Smartphone). Auch Meeresrauschen gehört dazu.

Du wirst durch die Übung geführt und brauchst einfach nur mit Deiner Aufmerksamkeit den Anweisungen zu folgen.

Die erste und letzte Handlung ist das Sankalpa. Das ist ein kurzer positiver Leitsatz, der im Unterbewusstsein abgelegt wird. Er ist selbst formuliert und auf die eigene Person ausgerichtet.

Ein großer Teil der Übungen beschäftigt sich mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers.

 

Das Bewusstsein kultivieren

Das Bewusstsein kreist die ganze Zeit durch den Körper. Es „berührt“ die Körperteile. Durch das schnelle wechseln von Körperteil zu Körperteil haben die Gedanken zudem keine Zeit mehr zum abschweifen. Der Geist beleibt wach und voll auf den Körper ausgerichtet. Die Lebensenergie (Prana) beginnt darauf, durch den Körper zu strömen.

Das Bewusstsein durchstreift die Körperteile. Immer wieder in einer festgelegten Reihenfolge, die sich nicht verändert. Die Aufmerksamkeit geht beispielsweise in den rechten Fuß, verweilt dort ein paar Sekunden, entspannt dabei den Fuß und geht dann weiter zum rechten Knie usw. Schließlich werden auch kurz Atem, Gefühle und Gedanken beobachtet.

Zum Schluss kommen schließlich die Visualisierungen. Man soll sich ein Bild von bestimmten Begriffen machen. Von einer brennenden Kerze oder von vorbeiziehenden Wolken. Alte Muster lösen sich auf. Das Unterbewusstsein holt immer wieder auch andere Bilder hervor.

Das „Zeugenbewusstsein“ kultiviert sich. Alles beobachten und annehmen. Ohne sich darin zu verstricken.

 

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