Yin Yoga – Training für Bindegewebe, Sehen und Gelenke

Der amerikanische Yoga-Lehrer Paul Grilley entwickelte Yin Yoga.

Zum Training begibt man sich für Minuten in eine Yogaposition.

Das löst innere Prozesse aus. Tief im Inneren schließlich erreicht es Körperregionen, die für Übungen sonst unzugänglich sind.

Yin Yoga hält die Positionen

Im Yin Yoga wird jede Position mindestens drei Minuten gehalten. Passiv, ohne Zuhilfenahme der Muskeln. Schließlich ist die gehaltene Zeit wichtiger als die Intensität des Übens.

Der Körper beginnt sich nach etwa eineinhalb Minuten zu öffnen. Während er seine Rebellion gegen die Dehnung aufgibt.

Es wird so in eine Position gesunken, die der Körper zulässt. Die Position verändert sich jederzeit. Immer dann, wenn der Körper entsprechende Signale aussendet. Man muss die Signale lesen können. Im Yin Yoga gibt es kein richtig oder falsch. Jeder Körper ist anders und einzigartig. Jeder Mensch verfügt über eine natürliche Intelligenz im Körper. Einfach nur zulassen.

Darum sollte man nicht schon zu Beginn an seine Grenzen gehen. Es ist besser, Stück für Stück in die Körperhaltung zu sinken. Wachsam zu sein für den eigenen Zustand und die Signale des Körpers.

Schließlich sollen nicht die Muskeln, sondern die tieferen Schichten im Körper angesprochen werden.

 

Das Video (Spieldauer 23:22 Minuten) zeigt beispielsweise Yin Yoga Asanas.

 

Loslassen und Achtsamkeit

Yin Yoga lehrt auf sanfte Weise loszulassen. Einerseits körperlich und andererseits auch geistig. Alle Anstrengung, unbedingt etwas verändern zu wollen, schwindet zugunsten der reinen Beobachtung und dem Loslassen. Man lässt einfach die Schwerkraft für sich arbeiten. Akzeptiere die Dinge so wie sie momentan sind. Je länger ich eine Position halte, umso mehr lasse ich den Körper los und ich kann noch tiefer hinein sinken.

Du erhältst die Gelegenheit in deinen Körper zu horchen. Ein Gespür für die Empfindungen des Körpers zu entwickeln. Sich der Bedürfnisse des Körpers und seiner Signale wieder mehr gewahr zu werden. Yin Yoga hat einen meditativen Charakter. Das bleiben für Minuten in einer Position. Ich halte inne. Ich befasse mich umso mehr mit meinem Körper. Dieses Nichtstun kann infolgedessen für eine tiefe Erholung und Entspannung nutzen.

Das Praktizieren von Achtsamkeit im Yoga schafft auch Achtsamkeit im Leben allgemein. Im Folgenden fallen einem immer subtilere Dinge im täglichen Leben auf.

 

Yin Yoga trainiert das Yin-Gewebe

Yin Yoga trainiert das Yin-Gewebe. Die tieferen Schichten des Körpers. Dynamisches Yoga erreicht diese Schichten oft gar nicht. Die Muskeln lassen los. Dafür wird das Bindegewebe (Faszien) gedehnt. Ebenso Gelenke, Knorpel, Sehnen und Bänder. Auf sanfte Weise lösen sich verklebte Faszien.

Stimuliert die Entgiftung im Gewebe. Blockaden und Verkürzungen in Sehnen, Bändern und Gelenken werden gelöst. Es massiert die inneren Organe.

 

Die perfekte Asana

Im Yin Yoga gibt es vergleichsweise wenige Asanas. Diese reichen aber aus, um sämtliche Bereiche des Körpers zu erreichen. Immer im Sitzen oder Liegen. Somit kann die Schwerkraft ihre Arbeit tun.

So ist beispielsweise der Rücken beim Yin Yoga immer rund. Der runde Rücken trägt massiv zur Dehnung bei. Je gebeugter er ist, desto intensiver ist die Dehnung der tieferen Schichten.

Es gibt keine perfekte Asana. Jeder Körper ist anders. Der eigene Körper ist der beste Yogalehrer. Mit diesem Yoga hat jeder Übende die Ruhe und den Raum, die Asanas dem Körper anzupassen und nicht umgekehrt. Für den Körper sollte man arbeiten und nicht gegen ihn.

Es gibt zwei Gründe, sich zu bewegen. Erstens Schmerz. Zweitens Öffnung.

Der Schmerz ist ein Signal. Eine Pose wieder zu lockern, weil sie mit dem eigenen Körper nicht funktioniert. Entsprechend wird bei einer Öffnung der Körper eingeladen, weiter in eine Pose zu kommen. Beim Yin Yoga kann man sich langsam an die Bewegungen herantasten. Es ist somit eine Einladung zu einem persönlichen Yogastil.

 

Das Yang beim Yin Yoga

Yin Yoga symbolisiert das „Yin Yang Prinzip“ im Yoga. Und zu jedem Yin gehört dementsprechend auch ein Yang.

Die Muskeln sind ein Symbol für das Yang. Das Bindegewebe und die Sehnen sind ein Symbol das Yin.

Somit ist Yin Yoga eine hervorragende Ergänzung zu anderen Yogastilen, die sich auf die Muskeln konzentrieren. Es ist überdies eine gute Ergänzung zu anderen Sportarten. Es macht kurzum den Übenden beweglicher.

Ebenfalls ist dieser passive Yoga Stil ein optimaler Ausgleich zu einem stressigen, angespannten Alltag.

 

Prana ist stimuliert

Es regt an. Es stärkt mit anderen Worten die Energie des Körpers (Prana). Das  lange passive Halten aktiviert die Meridiane. Es löst Blockaden und reinigt die Meridiane.

Der Prana-Fluss im Körper harmonisiert sich. Einerseits wird bei zu wenig Energie der Fluss der Energie angeregt. Andererseits wird bei zu viel Energie der Fluss der Energie neu balanciert.

Die verschiedenen Asanas regen unterschiedliche Meridiane an und dass damit unterschiedliche Organe.

Es ist wie eine vielseitige Behandlung mit Akupunktur. Es kann infolge eine effektive Form der Selbstheilung sein.

 

Hier andererseits weitere mehr Informationen zum Thema: Yoga – beim freien Lexikon Wikipedia

 

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Mit Yoga Übungen heilen – Buchtipp: Yogalehrer werden häufig gefragt, welche Yogaübung bei welcher Beschwerde hilft. Dafür haben Yogalehrer die Yogatherapie entwickelt. Yoga-Positionen werden zu kleinen Übungsreihen zusammengstellt.: Yogatherapie und ganzheitliche Medizin: Vorbeugung und Heilung von Krankheiten. Buch. – ansehen bei Amazon

 

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