Acro Yoga – ist üben mit einem Partner

Acro Yoga besteht aus akrobatischen Übungen mit einem Partner.

Acro Yoga® darf nur von zertifizierten Lehrern unterrichtet werden.

Darum werden ähnliche Angebote im deutschsprachigen Raum auch angeboten unter Namen wie „Yoga und Akrobatik“, „Yoga und Fly“ oder „Flying Yoga“. Das ist aber leider missverständlich, weil ich darunter auch ganz andere Yogastile verstehen kann.

Die Vorteile von Acro Yoga

Zunächst einmal ist die Akrobatik ein hervorragendes Workout für den ganzen Körper.

Es ist ein ständiges Spiel mit dem Gleichgewicht. Immer muss ich die Balance halten.

Viele Yogi fühlen sich aber auch von der Ästhetik der Übungen angesprochen.

Für andere ist es ein spiritueller Weg. Denn für den Yogi ist es sportlich, entspannend und spirituell zugleich. Die Welt stellt sich auf den Kopf.

Ebenso gehört eine Massage dazu. Einerseits ist die Massage schon in den Übungen enthalten, andererseits beendet eine Thai-Massage das Training.

 

Das Video (Dauer 09:22 Minuten) zeigt im Folgenden verschiedene Posen aus dem Acro Yoga.

 

Die Herkunft von Acro Yoga

Begründet wurde der Stil im Jahr 2003 in San Francisco. Auf einer Party kamen Jason Nemer und Jenny Sauer-Klein auf die Idee, einmal Yoga als Partnerübung zu praktizieren. Dabei hoben sie sich auch gegenseitig in die Luft. Das kam so gut an, dass sie dieses Projekt weiter verfolgten.

Zunächst nannten sie ihre Übungen „Contact-Acro“; seit 2005 dann: Acro Yoga. Ab 2006 begannen sie, Lehrer für Yoga in ihrem neuen Stil auszubilden. Inzwischen treffen sich die Lehrer auf Festivals, um ihre neuesten Übungen auszutauschen.

 

Solar oder Lunar

Acro Yoga besteht dabei aus drei Hauptelementen:

– Solare Akrobatik. Das beschreibt den akrobatisch-gymnastischen Teil.

– Lunares Heilen. Beschreibt die Techniken das Loslassens und des Zuhörens.

– Yoga-Praxis. Beschreibt die eigentliche Praxis des Yoga. Die Verbindung von Atemtechniken mit Meditation.

 

Im Acro Yoga arbeiten Basis, Flieger und Spotter zusammen

Bei allen anderen Silen übt der Yogi seine Übungen allein auf der Matte. Der Lehrer leitet an und gibt Hilfestellung, aber immer mit dem Ziel, dass der Schüler die Übungen allein machen kann. Acro Yoga dagegen ist immer Arbeit mit dem Partner.

Es ist der sozialste Yogastil. Jede Yogaübung wird dort zu einem Erlebnis im Gemeinschaft. Dieser Yogastil ist für diejenigen wie geschaffen, die gemeinsame Aktivitäten lieben.

 

Unterschieden werden drei Rollen:

– Basis (Base)
Die untere Person trägt und bewegt die andere Person sicher auf Füßen und Händen. Sie hat den Kontakt zum Boden. Meist liegt sie dabei auf dem Rücken.

– Flieger (Flyer)
Die obere Person genießt das Gefühl zu schweben. Sie wird von der Basis vom Boden gehoben. Dort kann sie unterschiedliche Yogapositionen einnehmen. Das wichtigste, was sie braucht, ist Gleichgewicht.

– Hilfestellung (Spotter)
Der Spotter gibt die Sicherheit, dass der Flug nicht in einem Absturz endet. Er korrigiert und sorgt für das nötige Vertrauen.

Diese drei Rollen sind nicht festgelegt. Die Positionen wechseln immer wieder. Jeder kann jede Rolle ausprobieren.

 

Der Unterschied zwischen therapeutischem und akrobatischem Fliegen im Acro Yoga

Es werden zwei Formen Acro Yoga unterschieden. Erstens das meditative „therapeutische Fliegen“ und zweitens das dynamisch-kraftvolle „akrobatische Fliegen“.

Beim therapeutischen Fliegen lässt sich schließlich der Flieger bewegen. Es ist ein passives Yoga und es ist eine fliegende Massage. Der Flieger gibt die Kontrolle auf, lässt alle Verspannungen los, atmet tief und vertraut. Mit geschlossenen Augen nimmt er die Erfahrung des Momentes auf. Dabei wird sein Körper gedehnt, gestreckt und massiert. Er lässt sich tragen und genießt die Entspannung durch die Massage der Füße von der Basis. Durch das Gewicht des Kopfes und ganz allgemein die Schwerkraft wird die Wirbelsäule entlastet und auf natürliche Weise in die Länge gezogen.

Beim akrobatisches Fliegen macht der Flieger mit. Es werden dabei die verschiedensten Figuren geübt. Er hält eine große Körperspannung und koordiniert die Bewegungen.

 

Acro Yoga üben

Die erste Stufe ist Partner Yoga. Das Partner Yoga ist eine eigenständige Yoga Übung, kann aber auch schon eine Vorstufe von Acro Yoga sein. Es erinnert eher an Synchronschwimmen. Die Körper verschmelzen zu einer Einheit. Selbst die Atmung ist synchronisiert. So wird beispielsweise der Sonnengruß als Partnerübung praktiziert. Es können aber auch schon akrobatische Übungen dabei sein.

Beim Einstieg in das Acro Yoga werden die ersten Übungen am Boden praktiziert. Erst wenn man ein Gefühl dafür bekommen hat, wenn die wachsende Kraft Stabilität und Sicherheit gibt, dann erhebt man sich von Boden in die Luft.

Die körperlichen Grenzen bei den Übungen weiten sich dann nach und nach aus. Ich probiere Dinge aus, die ich mich allein gar nicht getraut hätte. Ein Schulterstand beispielsweise oder ein Handstand. Und das auf den Füßen eines am Boden liegenden Menschen. Das verbessert das Körpergefühl. Trainiert Gleichgewichtssinn und Koordination. Wir geben uns dabei gegenseitig den sicheren Raum, um mutig etwas neues auszuprobieren.

 

Hierzu die offizielle Seite von AcroYoga: a c r o y o g a . o r g

 

 

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