Brahmari – die Yoga Bienen Atmung massiert den Körper innerlich

In der Yoga Atemübung Brahmari summt der Yogi wie eine Biene. Das löst Vibrationen aus. Zuerst im Kehlkopf, der so gelockert wird. Dann immer tiefer und immer weiter.

Eine angenehme Schwingung breitet sich im ganzen Körper aus.

Diese Schwingung versetzt immer mehr Teile des Körpers in Vibration. Die Schallwellen massieren innerlich das Gehirn. Ebenso Muskeln, Knochen und Nerven. Es fördert die Durchblutung und regt den Lymphfluss an. Im Gehirn werden Hypothalamus und Hypophyse stimuliert. Die wiederum kontrollieren das vegetative System der Nerven und den Haushalt der Hormone.

Der Yogi wird eins mit der Vibration des Klangs. Die Bienen Atmung weckt das Bewusstsein für feinere Schwingungen. Sie entwickelt sich auch das Gehör für Töne und die Musikalität. In Indien ist die Bienen Atmung Teil der klassischen Ausbildung für Musiker.

 

Das Video (Dauer 03:21 Minuten) demonstriert im Folgenden die Yoga Atemübung Brahmari.

 

Die Vorteile von Brahmari

Zunächst einmal ist Brahmari eine einfache Methode zur Beruhigung des Geistes. Es hat eine augenblicklich entspannende Wirkung auf das Gehirn. Stress, Anspannung, Wut, Aufregung, Frustration, Angst lösen sich auf.
Der unruhige Geist wird durch das Summen besänftigt. Ablenkende Gedanken verschwinden. Die Bienen Atmung wird auch zur Einstimmung auf eine Meditation genutzt. Ebenfalls auch zur Vorbereitung auf einen tiefen Schlaf.

Brahmari verbessert den Haushalt der Energie. Das Herz-Chakra wird harmonisiert. Das wiederum wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Ein Kinn-Verschluß (Jalandhara Bhanda) und ein Beckenboden-Verschluß (Moola Bhanda) können diese Wirkung noch verstärken.

Eine langfristige Folge des Übens ist es, Freude im Herzen des Yogis entstehen zu lassen. Denn im Grunde ist Brahmari ein lang gezogener Om-Laut, der das Herz-Chakra aktiviert.

Durch die Aktivierung des Ajna Chakra fördere ich zudem die Intuition.

Die Bienen Atmung reinigt und entspannt den Bereich der Kehle, durch eine Öffnung der Atemwege beim ausatmen. Es reduzieren sich Heiserkeit, Husten, Infekte. Es beugt zudem Erkältungen vor.

Die Stimme ist dann stärker. Sie wird stärker im Ausdruck.

Die Atmung vertieft sich dabei.

 

Wie Brahmari üben

Dabei begebe ich mich in einen Sitz zur Meditation mit aufrechtem Rücken. Ich lausche dann meinem Atem.

Dann atme ich durch beide Nasenlöcher tief ein. So tief, dass sich die Nasenflügel an die Scheidewand der Nase saugen. Ich spüre, wie sich die Lunge mit der Energie des Lebens füllt.

Beim Ausatmen summe ich zuerst wie eine Biene. Beim Einatmen mache ich dann einen Schnarchton.

(Eigentlich ist die Anweisung, beim Ausatmen wie eine weibliche Biene zu klingen. Beim Einatmen wie eine männliche Biene. Dabei geht es vor allem darum, dass beide Geräusche der Atmung unterschiedlich klingen sollen. Das Einatmen ist einerseits intensiv. Das Ausatmen andererseits ruhig.)

Ich atme dabei immer durch die Nase. Der Mund bleibt dabei geschlossen.

Es gibt viele Brahmari Variationen. Ich kann verschiedene Höhen der Töne ausprobieren. Das führt dann zu unterschiedlichen Frequenzen. Zwischen den Phasen des Atems kann ich die Luft anhalten.

Wiederholt werden sollte diese Atemübung 5 bis 10 Minuten. Andere sagen, bis der Geist ganz ruhig geworden ist oder bis der Körper in Schweiß gebadet ist.

Zum Abschluss bleibe ich mit geschlossenen Augen ruhig sitzen. Ich höre in meinen stillen Körper hinein.

 

Mit Mudras die Wirkung der Bienen Atmung verstärken

Die Wirkung von Brahmari kann ich dann durch verschiedene Mudras noch verstärken. Bei den Mudras halte ich die Finger in vorgegebenen Positionen.

Zum Beispiel durch „Das Verschließen der 7 Pforten“ (Shanmukti Mudra). Dabei werden die Ohren mit dem Daumen verschlossen. Dann die Augen durch die Zeigefinger. Zudem die Nasenflügel durch die Mittelfinger. Ausserdem die Oberlippe durch den Ringfinger. Schliesslich noch die Unterlippe durch den kleinen Finger.

So kann der Yogi seine Sinne zurückziehen. Er kann dann dem inneren Klang besser folgen.

 

Was bedeutet Brahmari

Brahmari Pranayama heißt diese Übung korrekt. Pranayama ist dabei das System der Übungen zur Atmung im Yoga.

Bhramari ist die Biene. Eigentlich ist es die Bienenartige. Das Adjektiv bhamarin kann im Sanskrit (altindische Sprache) auch bedeuten „süß wie Honig“ oder „was Entzücken hervorruft“. Das geht zurück auf die große, schwarze indische Biene bzw. Hummel.

Übersetzt wird es mit Summen der Bienen. Ebenso aber auch Bienen Atmung oder Bienenton Atem.

Es gibt zudem Bezeichnungen wie Bee Atem oder Schnarch-Summ-Übung.

 

 

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