Yogalates – ein Fitnessprogramm aus Yoga und Pilates

Yogalates ist die Kombination von Yoga und Pilates.

Es verschmilzt die meditativen, dehnenden Haltungen (Asanas) aus dem Hatha-Yoga mit dem kraftvollen, den Körper straffenden Training von Pilates. Dabei alles zusammen in eine Stunde gepackt.

Östliche Übungen werden mit westlichen Übungen verbunden. Alte Übungen treffen auf ein modernes Konzept vom Körper. Es wurden dennoch keine neuen Übungen zusätzlich erfunden.

Eine Stunde Übung setzt sich zusammen aus Aufwärmen mit Yoga. Einem Kraftteil mit Übungen aus dem Pilates. Die klingen dann aus mit Übungen aus dem Yoga zur Dehnung und zur Entspannung. Alles fließt ineinander über.

Die Haltungen im Yoga werden einerseits fünf Atemzüge lang gehalten, die Übungen in Pilates andererseits bis zu 15mal wiederholt.

Der Grad der Schwierigkeit der Übungen ist dazu individuell an den Schüler angepasst. Das ist möglich.

 

Das Video (Dauer 07:44 Minuten) zeigt einerseits ein 7 minütiges Yogalates Workout. In diesem sind andererseits aber schon viele wichtige Techniken enthalten.

 

Die Yoga Übungen im Yogalates

Eine wichtige Übung aus dem Yoga im Yogalates ist der Sonnengruß. Bei ihm sind verschiedene Haltungen miteinander verbunden. Zum Aufwecken sozusagen.

Dann folgen weitere Haltungen aus dem Yoga (Krieger, Hund, Kobra, Baum …).

Der Schwerpunkt der Übungen liegt auf Entspannung und sanfter Dehnung. Das fördert die Beweglichkeit des Körpers.

Auch der meditative Aspekt kommt nicht zu kurz. Gegen Ende der Stunde gibt es außerdem noch eine geführte Entspannung.

Die Pilates Übungen im Yogalates

Der Anteil Pilates im Yogalates aktiviert das so genannte Powerhouse. Das beschreibt die Muskeln in der Mitte des Körpers. Von innen kommt die Kraft.

Der Rücken, Bauch und Beckenboden werden bis in die Tiefen der Muskeln hinein trainiert.

So wird auch trainiert, dass die Muskeln in der Mitte des Körpers harmonisch miteinander arbeiten. Dass jede Bewegung des Körpers aus der Mitte heraus erfolgt.

Der Körper richtet sich innerlich auf und strafft sich. Es entsteht eine gute gerade Haltung.

Auch in Armen und Beinen werden die Muskeln aufgebaut, ohne dass sie dabei aufgepumpt werden. Arme und Beine bleiben schmal. Dies unterstützt die Wirkung eines gestreckten Körpers.

 

Die zwei Formen der Atmung

Das gemeinsame Spiel von Bewegung und Atmung ist im Yoga wie im Pilates ein wichtiger Punkt. Allerdings unterscheiden sich die Techniken der Atmung voneinander.

Yoga atmet tief durch die Nase ein und wieder aus. Langsam und entspannt.

Beim Pilates unterstützt die Atmung die Kräftigung des Zentrums des Körpers (Flanken Atmung). Zunächst wird durch die Nase in den seitlichen Brustkorb eingeatmet. Ausgeatmet wird durch den Mund. Langsam, hörbar, als würde ich auf einen Spiegel hauchen.

 

Anwendungen

Neben einem Sport zum allgemeinen Wohl hat Yogalates auch noch einige Gebiete mehr, in denen es helfen kann.

Es fördert die Gesundheit des Rückens. Das hilft andererseits gegen Schmerzen im Rücken. Die durch Pilates gestärkte Mitte des Körpers stabilisiert die Wirbelsäule. Yoga steigert ihre Beweglichkeit und Flexibilität.

Dies beugt einerseits Verletzungen vor. Es hilft andererseits bei der Rehabilitation von Verletzungen. Ebenso gegen Osteoporose und Arthritis. Schutz und Heilung in einem.

Ein gutes zusätzliches Training für Sportler. Yoga sorgt zudem für Freiheit bei den Bewegungen. Pilates ist überdies ein guter Schutz gegen Stöße. Es verteilt eindringende Kräfte besser. Flexibel und sicher in einem.

In der Gesundheit für Frauen leistet es seinen Beitrag vor und nach der Geburt. Besonders das Training des Beckenbodens spielt hier eine Rolle. Es soll auch helfen bei Beschwerden während der Menstruation und beim PMS.

Mit Yogalates soll man mehr Fett im Körper verbrennen. Wenngleich auch sehr langsam. Diese Ansicht ist aber nicht sicher. Da ist wohl mehr der Wunsch der Vater des Gedankens.

 

Wer hat es erfunden?

Für die Verbindung von Übungen im Yoga mit Übungen im Pilates gibt es drei verschiedene Systeme. Erstens Yogilates, zweitens Yolates und drittens Yogalates. Manchmal einfach nur genannt: YogaPilates.

Da ist zunächst Yogilates. Das wurde in den 1990er Jahren vom New Yorker Tänzer und Lehrer für Yoga Jonathan Urla entwickelt. Er ließ sich den Begriff „Yogilates“ schützen. Es darf nur von zertifizierten Lehrern unterrichtet werden.

Dann gibt es Yolates. Entwickelt von der Österreicherin Dr. Irmina Boltenstein (Wien). Hier hat es eine spirituelle Seite. Es soll psychische und körperliche Blockaden lösen. Arbeit mit der Energie überwindet persönliche Krisen. Geübt als einzelner Unterricht. Auch dieser Begriff ist geschützt.

Yogalates nun ist die Erfindung der Australierin Louise Solomon. Sie kam eigentlich vom Yoga. Nach einer Verletzung vermisste sie im Yoga Übungen, welche die Muskeln aufbauen. Dafür probierte sie Pilates. Sie fand, dass sich die beiden Systeme hervorragend ergänzten. Also kombinierte sie beide zu einem neuen System.

 

Hierzu mehr Informationen zum Thema: Yoga – beim freien Lexikon Wikipedia

Zudem mehr Informationen zum Thema: Pilates – beim freien Lexikon Wikipedia

 

 

Yogalates Übungen – DVD: Die Übungen werden ausführlich erklärt und langsam vorgemacht. So eine Reihe dauert ca. 50 Minuten. Mit einem Teil zu Entspannung am Ende.: Y o g a l a t e s. Das Beste aus Yoga und Pilates. DVD. – ansehen bei Amazon

 

45 Spiraldynamik Übungen für bessere Yoga Positionen – Buch: Die Übungen der Spiraldynamik richten sich ganz nach der menschlichen Anatomie. Mit jeder Übung wächst meine körperliche Aufrichtung. So können dann auch Yoga Haltungen besser eingenommen werden.: Spiraldynamik (R) Achtsame Körperhaltung: Liegen, sitzen, stehen, gehen. Die besten Übungen für ein neues Körperbewusstsein. Buch. – ansehen bei Amazon

 

 

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