Hatha Yoga – die Grundlage aller Yogastile

Der Begriff „Hatha“ im Hatha Yoga beschreibt den Ausgleich der Gegensätze im Körper.

„Ha“ steht für die Sonne und „Tha“ für den Mond. Diese stehen für die gegensätzlichen Grundenergien in unserem Körperkosmos. Sie stehen für das Yin-Yang Prinzip, wenn man so will.

Das Wort „Hatha“ hat aber noch eine andere Bedeutung. Es kann mit „Hartnäckigkeit“ übersetzt werden. Denn ich muss ausdauernd etwas dafür tun, damit ich mit diesen Übungen Erfolg habe.

Hatha Yoga ist eigentlich kein Yoga

Hatha Yoga war ursprünglich kein Yoga. Es waren Übungen, die den Körper bereit machen sollten für die Yogapraxis. Der Yogi sollte den Lotussitz über so lange Zeit einnehmen können, wie er entspannt meditieren wollte.

Es stehen also Übungen für den Körper im Vordergrund, um dessen Kondition zu verbessern.

Die positive Wirkung dieser Übungen hatte zur Folge, dass diese Übungen einen immer größeren Stellenwert erlangten und immer mehr Übungen hinzu kamen.

Inzwischen ist Hatha Yoga für viele Yogi zum eigentlichen Yoga geworden. Besonders im Westen. Es wurde sogar zur Wurzel vieler anderer Yogastile, bei denen die Körperübungen noch einmal variiert wurden.

So ist Hatha Yoga zu einem sich ständig weiterentwickelnden Yogastil geworden, der sich den jeweils aktuellen Bedürfnissen der Menschen anpasst.

 

Hatha Yoga ist ein Teil von Raja Yoga

Das körperliche Hatha Yoga ist eine Stufe auf dem „achtgliedrigen Pfad“ im spirituellen Raja Yoga. Es soll auf Raja Yoga vorbereiten.

Raja Yoga beginnt dort, wo Hatha Yoga endet. Es bedeutet dann die Herrschaft des Geistes.

 

Im Video (Spieldauer 36:10 Minuten) wird eine dynamische Yoga Lektion gezeigt, mit der der ganze Körper aktiviert werden soll.

 

Die Körperübungen im Hatha Yoga

Der Yogi strebt ein Gleichgewicht von Körper und Geist an. Der Körper wird verbessert, um besser auf den Geist einwirken zu können.

Die Übungen im Hatha Yoga sind nicht streng festgelegt. Da diese Übungen eine Vielzahl von Schwierigkeitsgraden und Varianten umfassen, wird jeder Lehrer seinen Unterricht unterschiedlich gestalten.

 

Yoga Stellungen (Asanas)

Die Yoga Stellungen sind so konzipiert, dass die Energie frei fließen kann. Jede Yogaübung aktiviert eines oder mehrere der 7 Hauptenergiezentren (Chakren).

Es gibt 84 Asanas. In jeder Asana werden die Muskeln anders gefordert. Die inneren Organe werden massiert.

Eine Stellung wird eine bestimmte Zeit lang gehalten und dann bewusst entspannt, um der körperlichen und energetischen Wirkungen der Übung nachzuspüren.

Je nach Leistungsgrad gibt es verschiedene Yoga Stellungen. Für verschiedene Leiden gibt es verschiedene Stellungen. So gibt es auch Übungen, bei denen man auf einem Stuhl sitzt, für Menschen, die sich nicht mehr so bewegen können oder die eine sitzende Position ausüben.

Für manche Yoga Stellungen werden auch Hilfsmittel verwendet. Damit ist keine Yogamatte gemeint und auch keine Räucherstäbchen. Es sind eher Gurte oder Klötze, die einem helfen, in bestimmte Stellungen korrekt hinein zu kommen.

Letztlich geht es darum, in einen meditativen Zustand zu gelangen. Die Gedanken werden losgelassen.

 

Atemübungen (Pranayama)

Ein weiterer Teil der Übungen besteht aus den unterschiedlichsten Atemtechniken.

Hatha Yoga wird gerne auch als die Wissenschaft vom Atem bezeichnet.

Die Atmung ist ein Spiegel unserer körperlichen und geistigen Verfassung.

Die Beherrschung des Atems ist die direkteste Methode, um auf die Lebensenergie und die Gemütsverfassung einzuwirken. Durch das Atmen nehmen wir Sauerstoff und Lebensenergie (Prana) auf. Es gilt, die verborgenen Energie-Potenziale freizusetzen.

Viele Menschen atmen zu flach. Die Folge sind Mattigkeit und eine rasche Ermüdung. Yogaübungen helfen, zu einer natürlichen Atmung zurückzufinden.

Die Körperübungen werden durch eine bewusste Ein- und Ausatmung unterstützt. Der Atem soll ruhig und gleichmäßig fließen.

Die Konzentration auf die Atmung hilft uns, die ewig kreisenden Gedanken zu verscheuchen und im Hier und Jetzt zu leben.

 

Weitere Übungen

Neben den Yoga Stellungen und der Atmung gibt es noch weitere Übungen

– Aufwärmübungen (Karanas). Der Klassiker ist hier der Sonnengruß.

– Reinigungstechniken (Shatkriyas) für die verschiedenen Hohlräume des Körpers.

– Das Zusammenziehen von Muskeln zur Lenkung der Energie (Bandhas).

– Fingerhaltungen (Mudras) zu Erreichung eines meditativen Zustands.

– Mantras. Töne zur Energiegewinnung.

– Positives Denken und Meditation (Dharana).

– Die Tiefenentspannung (Shavasana) am Ende jeder Yogastunde.

– Eine gesunde Ernährung; was für den Yogi bedeutet: vegetarisch und frisch. Auch mit der Nahrung soll positive Energie aufgenommen werden.

 

Die Vorteile von Hatha Yoga

Hatha Yoga bringt viele gesundheitliche Vorteile.

Es ist ein Weg aus Steifheit und Stress. Mit einem Minimum an körperlicher Anstrengung können beachtliche körperliche, geistige und spirituelle Ergebnisse erzielt werden.

Es ist Fitnesstraining, Krankheitsvorbeugung und Heilmethode in einem.

Die Übungen können den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden, vom Hochleistungssport über die Krankengymnastik bis zur spirituellen Praxis.

 

Zunächst einmal wird Stress abgebaut. Die Herzfrequenz sinkt. Das vegetative Nervensystem wird beruhigt. Der Schlaf verbessert sich. Es ist eine aktive Regeneration.

Verspannungen in Körper und Geist werden gelöst und ein Gefühl völliger Entspannung macht sich breit.

Schmerzen werden gemindert oder verschwinden ganz.

Die Energie fließt ohne Blockaden durch den Körper.

Die inneren Organe werden angeregt.

Sehnen und Bänder werden flexibler.

Die Muskeln werden gestärkt und erfahren gleichzeitig eine lockernde Tiefenentspannung.

 

Krankenkasse

Hatha Yoga Kurse werden wegen ihrer vorbeugenden Wirkung auch von einigen Krankenkassen bezuschusst.

 

Hier mehr Informationen zum Thema: H a t h a Y o g a – ansehen beim freien Lexikon Wikipedia

 

Hatha Yoga Handbuch: 77 klassische Asanas werden vorgestellt, mit Übungsanleitung und Varianten. Viele zusätzliche Übungen wie Atemübungen (Pranayamas) oder Fingerhaltungen (Mudras). Ein Blick ins Buch ist möglich.: H a t h a Y o g a. Komplett illustriertes Standardwerk. Buch. – ansehen bei Amazon

 

45 Spiraldynamik Übungen für bessere Yoga Positionen – Buch: Die Übungen der Spiraldynamik richten sich ganz nach der menschlichen Anatomie. Mit jeder Übung wächst meine körperliche Aufrichtung. So können dann auch Yoga Haltungen besser eingenommen werden.: Spiraldynamik (R) Achtsame Körperhaltung: Liegen, sitzen, stehen, gehen. Die besten Übungen für ein neues Körperbewusstsein. Buch. – ansehen bei Amazon

 

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