15 Yoga Atemübungen – jede Technik hat eine Wirkung

Acht großartige Yoga Atemübungen

Im Kundalini Yoga gibt es die acht Maha Kumbhakas, auch genannt die acht großartigen Yoga Atemübungen.

Diese sind Brahmari, Sitali, Sitkari, Ujjayi, Surya Bedha, Bhastrika, Murcha, Plavini.

 

Biene (Brahmari Pranayama, Summen der Bienen)

Für die Biene wird bei geschlossenem Mund mit einem Schnarchton eingeatmet und mit einem Summton wieder ausgeatmet. Im Körper sind angenehme Schwingungen zu spüren. Diese Schwingungen breiten sich immer mehr aus.

Mit der Biene summt man sich in eine tiefe Entspannung. Diese Übung verbessert die Stimme und entspannt den Kehlbereich. Sie bringt auch viel Energie.

Brahmari – die Yoga Bienen Atmung massiert den Körper innerlich

 

Abkühlende Atmung (Sitali Pranayama, Shitali)

Bei dieser Übung wird die Zunge herausgestreckt und zu einem „Strohhalm“ zusammengerollt. Über den Mund wird mit einem Zischlaut eingeatmet und durch die Nase wieder ausgeatmet.

Diese Übung sorgt für Abkühlung im Körper. Sie erfrischt und sorgt auch für einen kühlen Kopf, sie löst Wut in Luft auf. Der Kopf wird klarer und das innere Gleichgewicht wieder hergestellt.

Kühlende Atmung – Yoga Technik zum Kühlen von Rachen und Kopf

 

Sitkari Pranayama (Shitkari)

Bei dieser Übung wird die Zunge so gerollt, dass sie den Gaumen berührt. Es wird mit einem Zischlaut eingeatmet und dann der Atem so lange angehalten, wie es mir möglich ist, ohne in Atemnot zu kommen. Dann wird durch beide Nasenlöcher wieder ausgeatmet.

Diese Übung soll den Körper verjüngen und Schönheit im Gesicht schenken. Bedürfnisse wie Hunger, Durst und Schlaf werden reduziert.

Sitkari unterscheidet sich von Sitali nur durch die Haltung der Zunge.

 

Ujjayi Atmung (Ujjayi Pranayama, Ozeanisches Atmen, Meeresrauschen Atem, Reibelaut, Engeatmung)

Dabei wird mit geschlossenem Mund langsam durch die Nase ein- und ausgeatmet. Die Stimmritze in der Kehle wird verengt und dadurch ein leises rauschendes Geräusch erzeugt. Der Kehlraum bleibt immer entspannt. Es klingt, als würde beim Atmen ein „Haaa“ gehaucht oder geflüstert. Das ein- und ausatmen klingt wie das sanfte Hin und Her der Wellen am Ufer oder wie das Schnarchen eines Babys.

Die Ujjayi Atmung wirkt beruhigend und energetisierend. Sie erleichtert die Konzentration auf den Atem und vertieft ihn. Sie bringt mehr Sauerstoff in den Körper. Beim Laufen bringt dieses Zwerchfelltraining mehr Luft in die Lungen und verhindert Seitenstiche. Sie sollte bei allen Asanas verwendet werden. Mit dieser Atemtechnik wird mir schnell wärmer.

Vor allem hilft der Ton aber dabei, die Atmung optimal einzustellen.

Ujjayi Atmung – eine Yoga Übung zur Reinigung der Atemluft

 

Sonnenatmung (Surya Bheda Pranayama, Surya Bhedana Pranayama)

Dabei wird durch das rechte Nasenloch eingeatmet und durch das linke Nasenloch wieder ausgeatmet.

Diese Atemübung soll die Sonnenenergie im Menschen erhöhen.

Diese Atmung verbessert Heilung, Kraft, Energie, Durchsetzungsvermögen, innere Wärme. Der Stoffwechsel wird aktiviert.

 

Blasebalg-Atmung (Bhastrika Pranayama, Agni Prasana)

Bei der Blasebalg-Atmung wird der Bauch kräftig und rhythmisch nach außen und innen bewegt. Die Luft wird durch beide Nasenlöcher eingezogen und wieder ausgestoßen – rhythmisch und intensiv.

Diese Atmung regt stark den Organismus an. Die beruhigt Lungen und Zwerchfell.

Bhastrika, Blasebalg Atemübung, Kurzvortrag. – Videoclip ansehen auf Youtube

 

Murchha Pranayama (Murchchha Pranayama)

Bei dieser Atemtechnik wird die Luft so lange angehalten, bis der Übende in Ohnmacht fällt bzw. kurz davor ist.

Es entsteht ein Zustand zwischen geistiger Betäubung und Versenkung.

Es geht darum andere Bewusstseinsebenen zu erreichen. Das Alltagsbewusstsein zu verlieren und dafür Ekstase zu erfahren.

Es beruhigt den Geist.

 

Plavini Pranayama

In dieser Übung wird der Bauch mit Luft gefüllt. Die Luft wird getrunken wie Wasser, sie wird langsam in den Magen geschluckt.

Der Magen wird dabei aufgeblasen. Es entsteht ein hohler Klang, wenn ich darauf klopfe. Mit dieser Atemfülle kann ich über dem Wasser treiben. „Wie ein Seerosenblatt auf dem Wasser schweben.“

Wieder ausgeatmet wird das Ganze durch Rülpsen.

Mit dieser Technik kann ich einige Tage ohne Essen auskommen. Verdauungskraft und Tatkraft werden gesteigert.

Die Achtsamkeit wird gesteigert.

 

Mehr Yoga Atemübungen

Hier eine Liste von weiteren Yoga Atemübungen.

 

Bauchatmung

Die Grundatmung im Yoga ist die tiefe Bauchatmung, auch genannt Zwerchfellatmung. So sollte ich im Yoga atmen und auch im täglichen Leben.

Beim einatmen wird der Bauch nach außen gedrückt und beim ausatmen kommt er wieder zurück. Es sollte möglichst gleichlang ein- und wieder ausgeatmet werden, jeweils ca. 3 bis 4 Sekunden.

So ist eine tiefe Atmung möglich, denn im Brustraum kann sich die Lunge kaum ausdehnen, wegen der Rippen – im Bauch ist Platz.

Bauchatmung lernen: Anleitung und Vorteile der Zwerchfellatmung – Videoclip ansehen auf Youtube

 

Wechselatmung (Anuloma Viloma Pranayama, Nadi Shodhana, Reinigung der Nadis)

Die Wechselatmung beruhigt und baut Stress ab. Sie hilft Schadstoffe loszuwerden. Sie ist eine gute Vorbereitung auf eine Meditation, auf Yoga Übungen oder ganz allgemein im Alltag.

Bei dieser Atemtechnik wird links eingeatmet, die Luft angehalten, rechts ausgeatmet, rechts eingeatmet, die Luft angehalten, links ausgeatmet …

 

Schnellatmung (Kapalabhati Pranayama, Feueratmung, leuchtender Schädel)

Die Schnellatmung ist eine aktivierende Atemübung. Sie reinigt das Atemsystem. Das Blut wird mehr mit Sauerstoff versorgt, die Lungen werden gekräftigt. Sie verhilft zu einem klaren Kopf. Sie ist besonders hilfreich bei inneren Spannungen, wenn ich mich müde und niedergeschlagen fühle. Ich bekomme neue Kraft, Energie und Konzentration.

Es wird langsam eingeatmet und schnell durch die Nase ausgeatmet.

Diese Übung Übung gehört eigentlich zu den yogischen Reinigungsübungen. Sie reinigt die Atmungsorgane und beseitigt Schleim in den Bronchien. Sie ist sehr Kreislauf anregend.

 

Gorilla

Der Gorilla ist eine Yoga Aufladeübung. Sie lädt mit neuer Energie auf und reinigt die Lunge. Es ist eine schöne Übung nach dem Aufwachen.

 

Brustkorbklopfende

Während dem Einatmen wird mit den Fingerspitzen auf die Brust geklopft. Der Atem wird angehalten. Mit den Fäusten wird der Oberkörper abgeklopft. Dann wird durch den Mund wieder ausgeatmet.

Es ist eine reinigende Atemübung.

 

Mondatmung (Chandra bhedana)

Diese Atmung beruhigt.

 

Mantra

Hier werden kraftgeladene Wörter oder Silben ausgeatmet. Der Atem wird dabei rhythmisiert. Das bekannteste Mantra ist OM. Die Mantren soll in einen meditativen Zustand bringen und den Geist (mana) befreien (traya).

 

Yoga Atemübungen – eine Welt für sich

Das Ziel der Yoga Atemübungen ist es, über die Lunge den Körper mit dem Geist zu verbinden.

Die Yoga Atemübungen (Pranayama) sind eine Kombination aus dem Spüren und der Kontrolle des Atems.

Dafür wird die Atmung noch einmal unterteilt. Die wird reguliert über Länge bei der Einatmung (Puraka), die Länge der Ausatmung (Rechaka) und die Länge der Pausen zwischen Ein- und Ausatmung (Kumbakas).

Die Yoga Atmung ist eine Steigerung der Yoga Übungen (Asanas).

 

 

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